Ist Musik in Ihrer Praxis sinnvoll?

Informieren Sie sich über das WaveMedic Musik-Konzept.

Die richtige Musik entspannt und schafft vertrauen.


Einleitung – Was ist Wavemedic?

Wavemedic ist ein musikalisches therapeutisches Hilfsmittel für den Klinik- und Praxisalltag.

Wavemedic schafft eine entspannte und vertrauenserweckende Atmosphäre, indem es  die Aufmerksamkeit von Patienten und Team durch eine abgestimmte Abwechslung von Klang und Stille auf Wohlwollen, Vertrauen und Entspannung lenkt.

Die Wirkung von Musik

Musik ist eines der gängigsten Mittel, um Stimmungen und Gefühle zu beeinflussen. Musik wirkt zur Beeinflussung von Emotionen im direkten Einsatz (z.B. Konzert) und im indirekten Einsatz (z.B. Film).  

Der direkte Einsatz findet in einem Setting statt, das der bewussten Aufnahme von Musik dient. Hier werden meist unterschiedliche Stimmungen angesprochen. Ein Symphoniekonzert präsentiert verschiedene Tempi und Tonarten. Auch viele CDs präsentieren Lieder mit verschiedenen Stimmungen, wie wild, melancholisch, traurig, fröhlich oder nachdenklich. Hier ist der Hörer darauf eingestellt, sich hinzugeben und sich auf eine Reise zu begeben.

Indirekt eingesetzte Musik wird vom Hörer unbewusst auf einen Kontext bezogen. Beim indirekten Einsatz konzentriert sich der Hörer vordergründig auf etwas anderes: im Film z.B. konzentriert er sich auf die Geschichte. Hier transportiert die Musik meist ein einziges bestimmtes Gefühl. Die Musik gibt die Stimmung vor und beschreibt dem Teilnehmer, wie die Bilder zu deuten sind.

So auch verschiedene Arten von Hintergrundmusik, die den Hörer meist in eine positive und sorglose Atmosphäre versetzen sollen.  

Viele Ärzte haben das Problem, dass sie ängstlichen, aufgeregten oder misstrauischen Patienten gegenübertreten, während sie selbst vor einer Aufgabe stehen, die hoher Konzentration bedarf. Eine bestmögliche Kooperation zwischen Patient und Team wäre wünschenswert und könnte ein optimiertes Ergebnis unterstützen.

Musik ist ein seit Jahrzehnten vielfach wissenschaftlich belegtes Hilfsmittel für den Praxis- und Klinikalltag. Sie wird eingesetzt, um die gefühlte Wartezeit im Wartezimmer zu verkürzen und angenehmer zu gestalten. Ihr Einsatz ist auch sinnvoll als direkte und indirekte Therapie zur Angst- und Schmerzreduktion. Vom betreten der Praxis, über die Zeit im Wartebereich und den Zeitraum der Behandlung, bis zum Abschluss der Behandlung.

In der Praxis stellt sich die Frage, was für Musik ausgewählt werden sollte und auf welche Weise sie am angemessensten präsentiert wird. Denn es besteht die Gefahr, dass sich Team und Patienten von der Musik belästigt fühlen. Idealer Weise soll die Musik nicht der Ablenkung dienen, sondern als beruhigende und damit angst- und schmerzreduzierende Therapie wirken.

Musik in der Öffentlichkeit

Der Grund, aus dem wir uns Musik anmachen ist, uns von unproduktiven Grübeleien zu befreien und der gegebenen Situation eine positive oder interessante Stimmung zu verschaffen. Dies ist auch das Ziel von Musik in Geschäften und Geschäftsräumen. Der Kunde soll sich sicher und unkritisch fühlen. Er soll mehr von seinem Unbewussten gesteuert werden, wodurch er empfänglicher für alle Arten von Werbebotschaften wird. Kurz – durch Musik in der Öffentlichkeit soll mehr Geld verdient werden. Beim Straßenmusiker direkt, bei Musik in Läden indirekt. Musik in Geschäften soll eine angenehme Atmosphäre schaffen. Im Supermarkt und Kaufhaus soll sie außerdem die zwischengespielte Werbung subtiler gestalten. Einkaufen wird als Freizeitvergnügen (Shopping) präsentiert.

Doch gerade dem kritischen Publikum, das sich nicht zu jeder Gelegenheit das Radio anstellt, ist die meiste Musik in der Öffentlichkeit nicht angenehm. Dies liegt an der meist profanen Musikauswahl, die sich darum bemüht, allgemeingültig und gefällig zu sein. Wo man sich davon absetzen möchte, wird häufig keine Musik gespielt. Denn das Besondere ist zu besonders, das allgemein Bekömmliche ist so oft gehört, dass es trivial wirkt.

Die besondere Situation in einer Praxis

Gerade in einer Arzt- oder Heilpraktikerpraxis, wo die Wirkung von Musik sich nachgewiesenermaßen positiv auf den Workflow auswirken kann, ist der Einsatz von Musik besonders brisant. Dies aus zwei Gründen: Erstens, weil der Patient schweigend im Wartezimmer sitzt und die Musik, anders als beim Shopping, direkt wahrnimmt. Und zweitens, weil ein Praxis-Setting besonders seriös wirken sollte, damit es eine angemessene Ernsthaftigkeit und Objektivität ausstrahlt.

Diese beiden Komponenten machen die Musik im Praxis-Setting auf besondere Weise diffizil. Dem Patienten kann kaum auf seriöse Weise vermittelt werden, dass er sich in einer Urlaubsatmosphäre befindet, was z.B. Chill- oder Loungemusik suggerieren würden. Herkömmliche Entspannungsmusik wirkt auffällig beeinflussend und hat musikalisch simple bis esoterische Anklänge. Die meisten anderen Musikrichtungen wechseln zu oft in ihrer emotionalen Ausrichtung.

Auch der Stellenwert der Abwechslung ist für Patienten und Team nicht zu unterschätzen.

Auf diese Komponenten – Musikauswahl und musikalische Darbietung ist Wavemedic spezialisiert. Die Faktoren, die dabei zum Einsatz kommen, werden im Folgenden erläutert.

Wavemedic – Die 3 Säulen

Drei Komponenten machen Wavemedic zu einem entspannenden musikalisch-therapeutischen Konzept, das sich seriös ins medizinische Setting einfügt. Der Hörer wird nicht akustisch bedrängt. Ziel ist es, ihm sanft zu einer positiven Einstellung zu verhelfen.

Die Komponenten sind:

Die Nachbearteitung der Dynamik. Diese dient der Möglichkeit, die Musik komplett in einer angenehmen Lautstärke abzuspielen.

Das spezielle Pausenkonzept, das die Wirksamkeit der Musik ermöglicht und gleichzeitig eine unpassende Dauerberieselung verhindert.

Die dezidierte Musikauswahl, die gewährleistet, dass die Musik durchgehend Klasse hat, dabei gleichermaßen entspannend wirkt und als interessant und wohltuend empfunden wird.

Nachbearbeitung der Dynamik

Wichtig für den Einsatz von Musik in Praxisräumen ist, dass die Musik in einer dezenten Lautstärke gespielt wird und dabei dennoch wirkungsvoll ist. Die Musik sollte weder so laut werden, dass sie sich aufdrängt, noch so leise, dass man sie mehr erahnt als hört. Zu laute Musik in Praxisräumen ist unangemessen und störend. Wenn Musik wiederum so leise ist, dass man sie nicht mehr richtig hören kann (ein häufiger Fehler beim Einsatz von Musik), verliert sie Wirkung und Sinn. Denn wer nichts hören möchte, hört dennoch etwas, wer gern Musik hören würde, hört sie nicht.

Gerade in der Klaviermusik sind die Unterschiede zwischen leisen und sanften Passagen und lauten eindringlichen Passagen oder Akzenten häufig ausgeprägt. Deshalb ist hier eine Nachbearbeitung der Dynamik besonders sinnvoll.

Die Musik von Wavemedic ist auf unauffällige Weise so nachbearbeitet, dass sie auch leise gespielt durchweg gut hörbar ist. Auch auf dem Zahnarztstuhl, wenn der Bohrer summt und der Abzug rauscht, kann die Musik besser wahrgenommen werden.

Pausen

Die Pausen sind vielleicht der wichtigste Bestandteil im musikalisch-therapeutischen Konzept von Wavemedic. Sie geben den Musikstücken ihre ganz besondere Wirkung. Nur sehr selten im Alltag hören wir ein abgesondertes Stück Musik. Am ehesten wird ein einzelnes Stück im Film präsentiert. Das einzelne Stück erhöht Interesse und Konzentration. Die Stille vor dem Stück hebt das Beginnen eines Stückes hervor. So kann ein aktives Hinhören geschehen. Durch den folgenden Wechsel zur Stille kann das ausgeklungene Stück exklusiv nachwirken und Spuren in den Gefühlen und Gedanken der Person hinterlassen. Die Person kann sich neu und geläutert in der Stille einfinden.

Wechsel – Was sich nicht verändert, das nehmen wir nicht wahr.

Das Phänomen des Wechsels ist von der psychologischen Wissenschaft umfangreich erforscht. Für alle Lebewesen gilt: Was sich nicht verändert, nehmen wir nicht wahr. Es gibt keinen Grund für das Gehirn, Dinge die sich nicht verändern, wirkungsvoll zu registrieren. Durch den Wechsel zwischen Stille, einsetzendem Klang und wieder Stille wird im musikalischen Konzept von Wavemedic jedes Stück exklusiv registriert und unbewusst bewertet. Dies macht es notwendig, dass jedes Stück in die Situation passt und die gewünschten Werte vermittelt werden. (Dazu mehr unter der Überschrift Musikauswahl). Stille ist nicht gleich Stille. Sie ist immer bezogen auf den Kontext. Bezogen auf das, was der Stille vorausgegangen ist und bezogen auf das, was ihr (erwarteter Maßen) folgen wird.

Pausenlängen

Die Längen der Pausen sind das Ergebnis von Langzeit-Experimenten im Praxiskontext. Ihre Taktung ist so ausgerichtet, dass der Hörer keinesfalls das Gefühl von Dauerberieselung bekommt. Die Pausen müssen Zeit zur Besinnung geben. Die Musik muss aber häufig genug präsent sein, damit sie im Raum schwingt, auch wenn sie nicht da ist. Der Teilnehmer soll sich also auf die Musik als wiederkehrendes Element verlassen können. Die Pausen sind unterschiedlich lang, damit der Teilnehmer sich nicht auf einen Pausenrhythmus einstellt.

Musikalische Auswahl

Wavemedic bietet eine sehr genaue Musikauswahl, die sich vornehmlich zwischen klassischer und sphärischer Musik bewegt. Die Stücke sind alle in einem Tempo zwischen 60 und 70 Schlägen pro Minute. Dies wirkt besonders beruhigend auf den Organismus. Die Stimmung ist ruhig und positiv, und geeignet, den ängstlichen Geist abzuholen. Die künstlerische Qualität ist durchweg hoch – Komponisten, Interpreten und Aufnahmen bieten Weltklasse aus fünf Jahrhunderten.

Die Auswahl der Musik ist für das Konzept neben den anderen zwei Merkmalen von Wavemedic essentiell. Denn die Pausen heben jedes einzelne Stück hervor. Die Musik muss einige bestimmte Merkmale aufweisen und darf viele Merkmale, die in Musikstücken vorkommen, nicht aufweisen. Die Musik soll zugänglich und entspannend sein, dabei nicht trivial. Dafür muss die Musik vorrangig ein Tempo zwischen 60 und 70 Schlägen pro Minute aufweisen und in der Melodieführung sanft und freundlich sein. Die Musik soll nicht düster, traurig oder überwiegend melancholisch sein. Auf der anderen Seite wird Musik, die zu offensichtlich als Entspannungsmusik produziert ist, als billig und beeinflussend wahrgenommen.

Der künstlerische Aspekt der Musik ist besonders wichtig. So, wie ein Bild von Matisse besser das Gefühl von Sanftheit und Geborgenheit transportieren kann, als ein Bild in starken Farben von Palmen und Sonnenuntergang, vermag uns Glen Gould konsequenter ein Gefühl der Ruhe und Geborgenheit zu vermitteln, als ein glitzernder New-Age-Klang.

Auch ethnische Musik, die aus religiösen oder spirituellen Gründen zur Entspannung oder Meditation gedacht ist, fügt sich nicht in die neutral-seriöse Atmosphäre einer medizinischen Umgebung ein.

Da der Patient in der gegebenen medizinischen Umgebung entspannen soll, stellt sich möglicherweise die Frage, warum dafür herkömmliche Entspannungsmusik nicht am besten geeignet ist.

Häufig ist Entspannungsmusik Gema-frei oder im Auftrag produziert. Andere ist spirituell oder religiös motiviert. Beide Formen werden nicht direkt als Kunst wahrgenommen. Vielmehr gibt es eine virtuelle Akzeptanzvereinbarung: die Musik wird von dem Hörer angenommen, weil er zugestimmt hat, dem Zweck, dem diese Musik dient, zu folgen.

Ein Patient, der sich in medizinischer Atmosphäre befindet, hat in der Regel nicht zugestimmt, entspannen zu wollen. Eine auffällige Entspannungsmusik läuft seinem Interesse unter Umständen ebenso zuwider, wie heroische Melodien oder beschwingende Popmusik.

Die Musik gibt an, in welcher Art von Atmosphäre wir uns befinden. Das kann man deutlich in Filmen an der Filmmusik beobachten. Die Musik gibt uns die Deutung der Situation vor. Filme ohne Musik sind meistens ernst, charakterdramatisch. Oft haben sie etwas trostloses. Filme, ob Horrorfilm oder Komödie, bei denen wir uns zurücklehnen können und eine Auszeit von uns selbst nehmen, sind hingegen voll bis übervoll mit Musik. Da uns Filmmusik sehr deutlich die wahrzunehmende Emotion suggeriert, während der Zuschauer damit beschäftigt ist, die Bilder für die Geschichte zu deuten, kann die Musik hier überdeutlich sein. Pompös für jede Stimmungslage. Filmmusik ist fast immer dramatisch. Sie will den Zuschauer am sich abspielenden Drama teilhaben lassen. Sie eignet sich daher fast nie als entspannende Musik ohne Bilder.

Wavemedic bietet eine große Auswahl an Musikstücken, die weiter wächst. Abwechslung ist wichtig. In der Musik wichtiger als im optischen Ambiente. Musik nutzt sich im direkten Gegensatz zum Optischen durch ihr Gleichbleiben ab. Dem wiederkehrenden Patienten und dem Team soll daher ein abwechslungsreiches Programm geboten werden, bei dem er nicht das Gefühl einer engen Wiederholungsschleife bekommt. Kunst muss überraschen, damit sie im Gehirn soweit angenommen wird, dass sie in Areale des Gehirns gelassen wird, in denen unsere Gefühle nachhaltig beeinflusst werden können.

Fazit

Musik kann den Arbeitsalltag im medizinischen Bereich erleichtern. Und zwar vornehmlich dadurch, dass sie dem Patienten den Aufenthalt angenehmer macht, indem sie ihm Angst nimmt und Entspannung fördert und das Schmerzempfinden reduziert.

Der entspanntere Patient ist wohlwollender und vertrauensvoller und erleichtert dadurch Arzt und Team die Arbeit. Der häufig zeitintensive Smalltalk, den Ärzte mit angespannten Patienten führen, um Vertrauen und eine wirkungsvolle gemeinsame Arbeitsgrundlage zu schaffen, kann mit Musik erheblich verkürzt werden.

Der falsche Einsatz von Musik kann jedoch für Patienten und Team kontraproduktiv und belastend sein.

Der Patient befindet sich aus seiner Sicht in einer essentiellen Situation, in der es um seine Gesundheit und seine Zeit geht. Er möchte ernst genommen werden. Er möchte nicht vorgegaukelt bekommen, er würde sich im Urlaub oder im Spa befinden. Dies würde ihm Chill-Out-Musik oder Entspannungsmusik suggerieren. Radio möchte vermitteln, dass der Patient sich in einer harmlosen Alltagsituation befindet. So fühlt sich der ängstliche Patient aber nicht und kann daher so nicht abgeholt werden. Der Patient möchte sich in einer vertrauensvollen Atmosphäre ernst genommen fühlen, in der sein Wohlbefinden höchste Priorität hat.  

Probieren Sie es aus.
Sie können WaveMedic 7 Tage kostenlos, unverbindlich und unkompliziert testen. Von der Testzeit ist ist keine Abmeldung erforderlich.

Die Anmeldung ist risikofrei. Sie können sich bei WaveMedic monatlich abmelden. Keine Halbjahres- oder Jahresverträge!