Birdwatching – Ein Ausflug in die spannende Welt der Vögel

In den USA und Großbritannien ist das Birdwatching schon seit Jahrzehnten eine populäre Outdoor-Aktivität. Auch in Deutschland machen sich immer mehr Menschen auf den Weg in die Natur, um dort seltene Zugvögel und einheimische Vogelarten aufzuspüren. Hier erfahrt Ihr alles über das spannende Freizeitvergnügen für Jung und Alt.

Was haben Paul McCartney, der Bestseller-Autor Jonathan Franzen und Albert Einstein gemeinsam? Alle drei zählen zu der immer größer werdenden Gruppe der Vogelbeobachter*innen. Für die Vogelbeobachtung braucht es nicht viel. Alles was man benötigt, ist ein Notizblock, in dem man die gesichteten Tiere vermerkt, ein Vogelbestimmungsbuch oder eine der vielen Apps sowie ein Fernglas. Für eine Entdeckungstour eigenen sich neben Wald- und Seegebieten auch öffentliche Parks und städtische Grünanlagen. Wer erst einmal zuhause üben möchte, der kann auch im Garten oder auf dem Balkon eine Futterstätte aufstellen und wird überrascht sein, welche große Artenvielfalt sich weiterhin auch in Stadtgebieten beobachten lässt. Uns gefällt an der Vogelbeobachtung besonders, dass sie an der frischen Luft stattfindet und eine Freizeitaktivität für Jung und Alt ist. Besonders schön ist es, wenn mehrere Altersgruppen gemeinsam auf Tour gehen und die routinierten Vogelbeobachter*innen ihr Wissen an die junge Generation weitergeben. Stadtkinder können so spielerisch und ohne den Leistungsdruck der Schule etwas über die Natur und die Tierwelt lernen. Ehe man sich versehen hat, sind mehrere Stunden vergangen und man hat nicht nur jede Menge frische Luft getankt, sondern oft auch einige Kilometer zurückgelegt. Wer sich fragt, wo sich in Deutschland die besten Orte zur Vogelbeobachtung finden lassen, der sollte auf der Webseite des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) vorbeischauen. Dort gibt es alle Informationen zu den gemeinschaftlichen Birdwatch-Veranstaltungen.

Birdrace

Wer eine ganz besondere Herausforderung sucht, sollte unbedingt an dem in jedem Jahr stattfindenden Birdrace teilnehmen. Ziel der deutschlandweiten Veranstaltung ist es, in kleinen Gruppen innerhalb von 24 Stunden möglichst viele Vogelarten zu sehen oder zu hören. Aufgrund der Corona-Pandemie durfte man in diesem Jahr nur alleine oder in Zweiergruppen auf die Pirsch gehen. Es bestand jedoch die Möglichkeit, sich mit anderen Teilnehmer*innen als virtuelle Gruppe zusammenzuschließen, was das Suchgebiet erweiterte und zu einem Rekordergebnis führte. Helene Krieg vom NABU Weilerbach aus Rheinland-Pfalz und ihr Team konnten mit 102 notierten Vogelarten erstmals die magische Zahl 100 knacken. Gleich um 1.30 Uhr am Morgen bekam sie einen Uhu zu hören. Im Laufe des Tages konnte sie dann unter anderem den selten zu findenden Steinkauz auf ihre Liste setzen. Ihre Teammitglieder spürten darüber hinaus noch den NABU Vogel des Jahres 2020 die Turteltaube sowie einen Zwergtaucher auf. Insgesamt gingen deutschlandweit 612 Teams an den Start und entdeckten 320 verschiedene Arten. Wir gratulieren herzlich zu diesem tollen Ergebnis. Beim nächste Birdrace, am 08. Mai 2021, legen wir uns selbstverständlich mit auf die Lauer.

Eine besondere Netflix-Doku

Wer jetzt Lust auf diese faszinierende und abwechslungsreiche Freizeitbeschäftigung bekommen hat, der man nicht nur das ganze Jahr, sondern auch im Urlaub nachgehen kann, dem möchten wir die Netflix Dokumentation „Vogelliebhaber“ ans Herz legen, die wir vor einiger Zeit bereits auf unserem Blog vorgestellt haben. In dieser nehmen euch Vogelliebhaber*innen aus den USA und Mexiko mit auf ihre Ausflüge in die Welt der Vögel. Dabei entstanden tolle Porträts und einzigartige Naturaufnahmen, die dazu anregen, sich schnellstmöglich selbst mit dem Fernglas im Gepäck auf eine Entdeckungstour zu begeben.

Autor: Tim
Foto: NABU / Guido Rottmann

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

2020-11-03T17:54:54+01:00

Go to Top