Dem Wald etwas zurückgeben

Ein kleiner Lagebericht zu einem großen Thema

Als langjähriger Unterstützer des Bergwaldprojekt e.V. wollten wir die Arbeit des Vereins hier einmal kurz vorstellen. Wir freuen uns, einen Beitrag für die vielen Aktionen zu leisten, die das lebenswichtige Öko-System Wald auch für künftige Generation erhalten sollen. Dass es alle Hände voll zu tun gibt, zeigt ein Blick auf den aktuellen Zustand des Waldes. Umso mehr macht uns stolz, dass gemeinsames Engagement unmittelbar Erfolge schafft.

Keine Frage: Es ging unserem Wald schon besser. Ausbleibende Niederschläge, Hitzewellen und Stürme setzen ihm ebenso zu wie unnatürliche Monokulturen oder massiver Schädlingsbefall. Dabei ist er für uns überlebenswichtig: Er sorgt für gesunde Luft, speichert Trinkwasser, stabilisiert das Klima, sichert die Artenvielfalt, liefert uns Holz und Lebensqualität. Das wollen wir erhalten. Deshalb unterstützen wir Bergwaldprojekt e.V., eines von zwei Projekten, die wir regelmäßig im Rahmen der Umwelt-Initiative 1% for the Planet fördern. Während wir mit Sadhana Forest den ökologischen Aufbau in Indien unterstützen, hilft das Bergwaldprojekt unserer Natur vor Ort. Die Idee hinter 1% for the Planet ist so einfach wie erfolgreich: Unternehmen spenden 1% ihres Jahresumsatzes, die Umwelt-Initiative nutzt die finanziellen Mittel für sorgfältig geprüfte Projekte. Was also hat unser Förderpartner Bergwaldprojekt e.V. in letzter Zeit alles geschafft?

Konkrete Ergebnisse: 1 Jahr = 400.000 neue Bäume

Im vergangenen Jahr 2020 wurden über 400.000 neue Bäume gepflanzt. Ein großer Erfolg, wenn man die schwierige Situation aufgrund von Corona bedenkt.. Viele geplante Aktionen mussten abgesagt und auf das nächste Jahr verschoben werden. Im Vergleich zum Vorjahr konnten „nur“ 8.609 Projekttage realisiert werden. 2019 waren es noch fast doppelt so viele Tage: 16.464. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit besteht vielerorts Handlungsbedarf: Das trockene Frühjahr 2020 folgte auf zwei Jahre mit extrem wenig Niederschlag: Folge: Die Böden sind trocken wie nie. Das macht besonders den Waldgebieten mit vielen Nadelbäumen zu schaffen. Im Gegensatz zu Mischwäldern reagieren sie weitaus sensibler auf lang anhaltende Trockenheit. Die Aufforstung mit widerstandsfähigeren Baumarten steht daher ganz oben auf der Agenda des Bergwaldprojektes. Ziel ist die Entwicklung zu vielfältigeren, naturnahen und ökologisch wertvollen Wäldern. 2020 widmete das Projekt dem ökologischen Waldumbau 13 Projektwochen, Tendenz steigend.

Nachhaltiges Projekt: Der Zukunftswald in Thüringen

2020 ging für das Team des Bergwaldprojekts ein großer Traum in Erfüllung. Gemeinsam mit der Umweltstiftung Greenpeace erwarben sie ein 200 Hektar großes Waldgebiet in Thüringen. Das zwischen Schmalkalden und Oberhof gelegene Waldgebiet soll am praktischen Beispiel zeigen, wie sich eine naturnahe Waldnutzung nachhaltig positiv auf unsere Umwelt auswirkt. Weg von der Monokultur, hin zu mehr Baumvielfalt. Das macht den Wald widerstandsfähiger gegen Trockenheit und gegen Stürme und hilft auch dabei, Wasser und Nährstoffe im Boden zu speichern. Ein gesundes ökologisches Waldsystem zeichnet sich auch durch eine geringere Waldinnentemperatur aus, was die Gefahr von Waldbränden senkt. Außerdem wird so ein wertvoller Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten geschaffen.

Menschliche Mehrwerte: Gesellschaftliches Teamwork

Die Arbeit des Bergwaldprojekts tut aber nicht nur der Umwelt gut. Neben der Naturschutzarbeit fördert der Verein auch die Entwicklung auf gesellschaftlicher Ebene: In den zahlreichen Projekten arbeiten Freiwillige und Ehrenamtliche Hand in Hand zusammen. Sie erleben aus nächster Nähe, was es heißt, gemeinsam etwas für die Umwelt zu tun. Menschen mit und ohne Behinderungen kommen zusammen, genau wie geflüchtete Menschen und Menschen, die vor Ort geboren sind. Die engagierten ehrenamtliche Teams und freiwilligen Helferinnen und Helfer eint ein großes Ziel: die einzigartige Vielfalt unserer Natur auch für künftige Generationen zu erhalten. Wie gut sich das anfühlt, beschreibt die Bergwaldprojekt-Aktivistin Heike Niemeyer anschaulich in einem Interview: „Ein wahnsinnig schönes Gefühl … wenn dort, wo vorher nichts war, plötzlich Bäume stehen.“

Autor: Gunnar

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