„Ich mach das für Euch!“

Während andere Unternehmer langsam an den Ruhestand denken, macht Hans-Georg Kuhz das Gegenteil: Der Holzexperte gründet ein Unternehmen. In seiner Thüringer Werkstatt fertigt er exklusiv die Holzfronten für Relaxound Soundboxen. Damit betrat der langjährige Vermittler für Hölzer einmal mehr Neuland. Und ist bis heute außerordentlich froh darüber.

Wie hat die Zusammenarbeit begonnen?

„Eines Tages stand ich auf dem Parkplatz vor dem Relaxound Büro und hatte ein Konzept in der Tasche. Mit dem wollte ich Dennis und Philipp (die beiden Relaxound Gründer) überzeugen“, erinnert sich Hans-Georg Kuhz. „Aber eigentlich begann alles schon früher … zuerst habe ich nur das Holz geliefert. Das sind Holzlamellen mit einer Stärke von 3,5 Millimetern, aus denen werden die Designfronten der Soundboxen gefertigt. Das Holz ging durch viele Hände, bis eine Front fertig war. Da stellte sich die Frage, ob ich nicht alles aus einer Hand liefern könne. Das hat alles ins Rollen gebracht. Ich habe mir überlegt, was ich selbst tun kann, welche Maschinen ich brauche. Ich habe passende Räume für meine Holzwerkstatt gesucht und einen Stückpreis kalkuliert. Dann habe ich einen Meeting-Termin mit Dennis und Philipp vereinbart, um ihnen mein Konzept vorzustellen. Ich wollte sie überzeugen, ihnen zeigen: Hey, ich mach das für Euch!“

Wie hat sich die Produktion entwickelt?

Herr Kuhz lächelt. „Gestartet bin ich als Ein-Mann-Unternehmen. Zumindest war das der Plan. Ich bin ja gelernter Modelltischler und arbeite mein ganzes Leben schon mit Hölzern. Ich liebe Holz. Das Wissen hatte ich also, aber bald musste ich mir Verstärkung suchen, es gab immer mehr zu tun. Aktuell werde ich von zwei erfahrenen Kollegen unterstützt, unsere Werkstatt ist von anfänglich 65 auf 180 Quadratmeter gewachsen. Wir sind eine kleine Holzmanufaktur, die präzise Handarbeit und Hightech miteinander vereint. Wir investieren viel in neue Präzisions-Maschinen. Unsere neue Lackstraße zum Beispiel veredelt die hölzernen Designfronten der Soundboxen mit einem hauchdünnen Ölfilm, der wird anschließend getrocknet und UV-gehärtet. Dadurch kommt die feine Maserung der Hölzer besonders gut zur Geltung und bleibt lange schön.“

Was ist Ihnen bei Ihrer Arbeit wichtig?

„Qualität ist für mich das A und O. Das Holz beziehe ich von Familienunternehmen in Bayern. Mit vielen arbeite ich bereits seit Jahrzehnten zusammen. Die Sägewerke haben eine lange Tradition, sorgen für gute Jobs und liefern beste Qualität. Jeder Stamm ist aus zertifizierter Forstwirtschaft, die regional und nachhaltig arbeitet. Dieses Holz zu verarbeiten macht einfach Spaß. Es ist die Grundlage für gutes Handwerk. Genauso wichtig ist eine schonende Verarbeitung. Bei den neuen „Dark Oak“ Designfronten der Birdybox zum Beispiel nutzen wir ausschließlich Wasserdampf, um dem Eichenholz eine warme Tönung zu entlocken. In einer speziellen Dämpfkammer sorgt Wasserdampf für eine natürliche Färbung bis in den Kern. Anders als bei färbender Beize, die nur an der Oberfläche tönt, unangenehm riecht und abfärbt. Das Wasserdampf-Verfahren haben wir empfohlen. Wir machen gern Vorschläge. Holz hat so viel Potenzial. Man muss es nur nutzen!“

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?

„Als erstes natürlich gesund bleiben. Neue Arten der Holzveredlung stehen auf dem Programm: Für die neue Oceanbox haben wir einen maritimen Look vorgeschlagen, das Holz sollte an alte Schiffsplanken oder Treibholz erinnern. Für diesen speziellen Vintage-Look haben wir viel in der Werkstatt ausprobiert. Jetzt stehen wir kurz vor der Produktion und ich freue mich auf viele neue Aufträge (lacht). Ansonsten spielt Nachhaltigkeit eine große Rolle. Wir haben eine Verantwortung gegenüber der Natur. Aus diesem Grund wollen wir das meiste aus einer Holzbohle holen! Immerhin dauert es rund 50-60 Jahre, bis ein Baum reif ist. Ich denke, wir haben auch in Zukunft noch viele spannende Ideen. Ich bin stolz auf unsere gute Zusammenarbeit über all die Jahre, das ist nicht selbstverständlich. Ich habe ganz auf Relaxound gesetzt, wir produzieren exklusiv nur für diese eine Firma. Da spielt Vertrauen eine große Rolle, sonst würde das gar nicht funktionieren.“

Autor: Gunnar

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2022-01-26T15:25:52+01:00

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