Die Braindump Methode – Neustart für Dein Gehirn

Gehen Dir immer wieder viel zu viele Dinge auf einmal durch den Kopf und Du weißt gar nicht, welchem Problem Du Dich zuerst zuwenden sollst? Dann ist es an der Zeit für einen Braindump! Alles, was Du dafür brauchst, sind ein Stift und ein leeres Blatt Papier. In unserem heutigen Magazinbeitrag stellen wir Dir die clevere Methode vor, mit der Du das Chaos in Deinem Kopf in Windeseile beseitigen kannst.

Wir kennen es alle: Manchmal herrscht in unserem Kopf ein riesiges Durcheinander, es türmen sich die Aufgaben und wir wissen gar nicht, womit wir anfangen sollen. Die Kinder müssen schon bald von der Schule abgeholt werden, der Lieblingsmantel liegt schon seit Tagen frisch gereinigt in der Wäscherei, der Antrag für das neue Projekt muss bis Ende des Monats gestellt werden und eigentlich wollten wir unsere Mutter noch bei einem Arztbesuch begleiten. Dazu kommen diverse unbeantwortete E-Mails und ein gähnend leerer Kühlschrank. Solche Situationen lösen schnell Stress und ein Gefühl der Überforderung in uns aus, lähmen uns geradezu und führen langfristig zu Unzufriedenheit. Um es gar nicht erst soweit kommen zu lassen, schwören immer mehr Menschen auf die Braindump-Methode, die mit sehr einfachen Mitteln mehr Durchblick und Entspannung in Deinen Alltag bringt. Braindump kann man im Deutschen mit „Gehirn Entleerung“ übersetzen. Die Idee dahinter ist, dass man seinen Kopf einmal komplett entleert, sich einen Überblick über seine Aufgaben und Probleme verschafft und diese dann strukturiert abarbeitet. Dafür braucht man nicht mehr als ein paar Minuten Zeit, einen Stift und ein Blatt Papier.

In drei Schritte zu einem klaren Kopf

1.) Schreib alles auf. Um einen Überblick über das Chaos in Deinem Kopf zu erhalten, musst Du alles aufschreiben, was dort gerade herumspukt – wirklich alles. Notiere nicht nur Deine noch unerledigten beruflichen und privaten Aufgaben, auch zwischenmenschliche Spannungen, Sorgen und Ängste sollen zu Papier gebracht werden. Schreib einfach wild drauflos. Einfach alles muss raus, egal ob klein oder groß! Du wirst sehen, danach wirst Du Dich gleich viel freier und entspannter fühlen.

2.) Was ist wirklich wichtig? Nachdem Du Dein Gehirn einmal komplett entleert hast, solltest Du Dir einen Überblick über Deine Notizen machen. Dieser Schritt macht besonders viel Spaß, denn jetzt heißt es unter anderem: Unwichtiges rigoros durchstreichen und aussortieren. Ist das geplante Meeting am Nachmittag überhaupt nötig oder reicht auch eine kurze SMS? Muss ich den Pizzateig fürs Abendbrot wirklich selbst machen oder tut es heute nicht ausnahmsweise auch das Fertigprodukt? Ich habe den Kunden doch gestern erst informiert, ein Update in der nächsten Woche reicht daher doch völlig aus. Sollte ich meine Freundin, mit der ich mich gestritten habe, jetzt schnell anrufen und mich entschuldigen und so das Problem aus der Welt schaffen, welches mich seit Stunden beschäftigt? Danach kann ich bestimmt deutlich konzentrierter und gelassener weiterarbeiten.

3.) Jetzt geht es an die Organisation. Nachdem Du geklärt hast, welche Vorhaben und Probleme für Dich wirklich wichtig sind, beginnt die Organisation. Ordne Deine Aufgaben unterschiedlichen Kategorien zu, z.B. private Angelegenheiten, Beruf, Familie, und erstelle einen Plan, wie und in welcher Reihenfolge Du sie erledigen möchtest. Dabei solltest Du im Idealfall versuchen, möglichst viele Dinge auszulagern oder zu delegieren, um Dir selbst mehr Spielraum zu verschaffen. Erstelle eine oder mehrere To-Do-Listen und unterscheide zwischen kurzfristigen Aufgaben und Langzeitprojekten.

Das ist alles?

Der Braindump ist eine einfache aber sehr effektive Methode zur Stressreduktion. Das Ziel besteht darin, mit der Zeit die eigenen Verhaltensmuster zu erkennen und so belastende Situationen langfristig gar nicht mehr entstehen zu lassen. Nimmst Du Dir vielleicht immer zu viel vor und gerätst dadurch in Stress? Erledigt eine andere Person eine bestimmte Aufgabe vielleicht ebenso gewissenhaft wie Du? Führt eine durchgearbeitete Nacht dazu, dass Du Dich am nächsten Tag kaum noch konzentrieren kannst? Bei der Beantwortung dieser Fragen kann die Braindump-Methode eine große Hilfe sein.

Für Anfänger kann es sinnvoll sein, jeden Tag einen Braindump durchzuführen. Später kannst Du in einen wöchentlichen oder sogar monatlichen Rhythmus wechseln oder die Technik nur bei akutem Bedarf anwenden. Wer es tagsüber nicht geschafft hat, sein Gehirn zu entleeren, der kann den Braindump auch direkt nach dem Nachhausekommen durchführen. So wird das Durcheinander im Kopf noch einmal sortiert und man kann entspannt und ohne schlechtes Gewissen in den Feierabend starten. Die Braindump-Methode wirkt wie ein Neustart für das Gehirn, mit ihr bekommst Du den Kopf wieder frei und kannst Dich auf die Dinge konzentrieren, die wirklich wichtig sind.

Autor: Tim

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2021-04-15T19:46:00+02:00

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